Ich habe in den letzten Wochen immer häufiger Beiträge gesehen, bei denen ich mich gefragt habe: Ist das echte Fotografie oder komplett mit KI erstellt?
Spätestens seit dem EU AI Act wird diese Frage auch rechtlich interessant.
Denn wer KI nutzt, muss in bestimmten Fällen transparent machen, dass Inhalte mit künstlicher Intelligenz entstanden sind.
Die gute Nachricht: Es betrifft längst nicht jeden Beitrag. Aber du solltest wissen, wann eine Kennzeichnung notwendig ist.
Problem/Frage
Kennst du das?
KI erstellt heute Bilder, Videos, Stimmen und sogar komplette Texte in wenigen Sekunden.
Doch genau das bringt ein neues Problem mit sich:
Viele Unternehmen nutzen KI bereits täglich – wissen aber gar nicht, wann eine Kennzeichnung erforderlich ist.
Die Folgen können sein:
- fehlende Transparenz gegenüber Kund:innen
- Vertrauensverlust, wenn KI-Inhalte verschwiegen werden
- Verstöße gegen neue gesetzliche Vorgaben
- unnötige Unsicherheit im Marketing-Team
Vor allem bei täuschend echten Bildern oder Videos verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und KI immer stärker.
Lösung/Antwort
Nicht jeder KI-generierte Inhalt muss automatisch gekennzeichnet werden.
Entscheidend ist, ob Menschen erkennen können, dass der Inhalt künstlich erstellt wurde, oder ob eine Verwechslungsgefahr besteht.
Besonders aufmerksam solltest du sein bei:
KI-generierten Bildern
Wenn Personen, Produkte oder Ereignisse real wirken, obwohl sie vollständig künstlich erstellt wurden.
Deepfakes
Videos oder Stimmen, die echte Personen täuschend echt imitieren.
KI-unterstützten Texten
Hier besteht aktuell in den meisten Fällen keine allgemeine Kennzeichnungspflicht. Dennoch kann Transparenz sinnvoll sein – besonders bei sensiblen Themen.
Mein punktgenauer Tipp für dich:
Frage dich vor jeder Veröffentlichung:
„Könnte jemand glauben, dass dieser Inhalt echt ist?”
Wenn die Antwort „Ja” lautet, solltest du prüfen, ob eine Kennzeichnung sinnvoll oder sogar erforderlich ist.
Fazit
Künstliche Intelligenz wird unseren Arbeitsalltag weiter verändern. Das ist eine große Chance.
Wer KI professionell nutzt, sollte aber nicht nur gute Prompts schreiben, sondern auch die rechtlichen Spielregeln kennen.
Die Kennzeichnungspflicht soll keine Kreativität einschränken. Sie sorgt dafür, dass Nutzende erkennen können, wann Inhalte künstlich erstellt wurden.
So bleibst du auf der sicheren Seite und stärkst gleichzeitig deine Glaubwürdigkeit.
Nutzt ihr KI bereits im Unternehmen?
Wir bieten KI-Schulungen an und liefern die wichtigsten Erkenntnisse für dein Team:
- welche Regeln der EU AI Act mit sich bringt
- wann eine Kennzeichnung notwendig wird
- wie du KI rechtssicher im Marketing einsetzt
- welche Risiken du vermeiden solltest
- welche Tools du nutzen kannst für den Einsatz von KI mit Praxisbeispielen