Warum funktioniert Zielgruppen-Marketing von früher heute nicht mehr?

Viele Unternehmen arbeiten immer noch mit veralteten Zielgruppendefinitionen – Altersgruppen, Geschlecht, Einkommen. Doch diese Kriterien greifen in der digitalen Ära zu kurz. Kund:innen treffen Entscheidungen heute auf Basis von Technologie-Vertrauen, persönlicher Werte und ihrer digitalen Selbstwirksamkeit.

Das Problem

Wer seine Zielgruppe nicht wirklich versteht, kommuniziert vorbei – mit langweiligen Inhalten, auf den falschen Kanälen und ohne echten Effekt.

Gerade im Online Marketing bedeutet das:

  • hohe Streuverluste
  • sinkende Relevanz
  • verschenktes Potenzial

Lösung / Antwort

Die klassische Marktpyramide mit „Economy, Standard, Premium“ ist Geschichte. Laut der Zukunftsstudie von 2b AHEAD gibt es stattdessen neun neue Kundensegmente – von datengetriebenen Selbstentscheider:innen bis zu communityorientierten Identitätssucher:innen.

Diese Gruppen ticken komplett unterschiedlich – und genau darin liegt die Chance: Wer versteht, wie sich seine Zielgruppe verhält, kann maßgeschneiderte Inhalte erstellen, punktgenaue Plattformen wählen und die passende Tonalität treffen.

Da unser Schwerpunkt Social Media ist, wählen wir als ein Beispiel:

Der normale Social-Media-Nutzende

Dieser lässt sich durch Social Media Anzeigen oder Empfehlungen „finden“, ohne selbst zu suchen. Das Entscheidungsprinzip: Komfort & Social Proof. Dieser Nutzende installiert sich keine App nur für dich, z. B. deine eigene Kund:innen-App, sondern möchte deine Inhalte da sehen, wo sich der Nutzende täglich aufhält.

Aktivitätsniveau: Gering – sucht nicht aktiv.Technikaffinität: Hoch – solange es bequem bleibt.Datenfreigabe: Moderat – wenn der Nutzen klar ist.Vertrauensanker: Freundeskreis, Influencer:innen, Social Communities.

Vertriebswege: Social Ads, Affiliate-Angebote, kuratierte E-Commerce-Plattformen.Relevante Produkte: Teilindividualisierte Lösungen, Limited Editions, Convenience-Angebote.Ziel für Anbietende: Sichtbarkeit im Feed + einfache Direktkonvertierung.

Fazit

Die klassische Zielgruppe existiert nicht mehr – und der „normale Social-Media-Nutzende“ zeigt das besonders deutlich. Er will nicht mehr gesucht, sondern gefunden werden. Statt klarer soziodemografischer Merkmale zählen heute Verhalten, Kontext und digitale Gewohnheiten.

Wer das versteht, kann Marketing endlich dort platzieren, wo es wirkt – mit relevanten Inhalten, im richtigen Moment und auf der richtigen Plattform. Zielgruppenarbeit bedeutet heute nicht mehr „alle zwischen 18 und 65“, sondern:

Wer braucht mich jetzt, warum – und wie muss ich sichtbar sein?