Google Ads, Meta Ads, LinkedIn Ads – und jetzt kommen ChatGPT Ads dazu.
OpenAI hat Werbung in ChatGPT mittlerweile auch nach Deutschland gebracht. Für uns im Online-Marketing ist das besonders spannend, denn hier entsteht ein neuer Werbekanal genau dort, wo Menschen Fragen stellen, recherchieren, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten.
Problem/Frage
Wenn du online neue Kund:innen erreichen möchtest, führt an bezahlter Werbung kaum ein Weg vorbei.
Bisher denken wir dabei vor allem an Google, Meta oder LinkedIn. Aber das Such- und Informationsverhalten verändert sich: Immer mehr Fragen werden direkt an KI-Systeme wie ChatGPT gestellt.
Und genau dort können Unternehmen jetzt auch bezahlt sichtbar werden.
Das Spannende daran: Menschen fragen ChatGPT beispielsweise nach Produkten, vergleichen Lösungen oder informieren sich über Dienstleistungen. Werbung kann damit in einem Moment auftauchen, in dem sich jemand bereits intensiv mit einem Thema beschäftigt.
Lösung/Antwort
OpenAI hat ChatGPT Ads in 31 europäische Märkte gebracht – darunter Deutschland.
Dafür gibt es einen eigenen Ads-Manager, über den Kampagnen erstellt, verwaltet und ausgewertet werden können.
Ähnlich wie bei anderen Werbeplattformen kannst du unter anderem ein Kampagnenziel und Budget festlegen und anschließend Impressionen, Klicks und Ausgaben auswerten.
Einen wichtigen Unterschied gibt es aber:
ChatGPT-Ads funktionieren nicht einfach wie klassische Keyword-Werbung.
Statt eine Anzeige nur passend zu einem eingegebenen Suchbegriff auszuspielen, kann ChatGPT den Kontext und die Absicht innerhalb eines Gesprächs berücksichtigen.
Das könnte diesen Werbekanal für Unternehmen besonders interessant machen.
Wichtig für Deutschland: Der direkte Self-Service-Zugang zum Ads Manager ist aktuell noch nicht freigeschaltet. OpenAI bezeichnet ihn als „demnächst verfügbar“. Ein Ads-Manager-Konto kannst du aber bereits anlegen.
Was bedeutet das für dein Marketing?
Ich würde jetzt nicht empfehlen, dein Google-Ads-Budget sofort komplett zu ChatGPT zu verschieben Aber wir bekommen hier einen neuen Kanal für digitale Sichtbarkeit, den Unternehmen beobachten sollten.
Gerade die Kombination wird interessant:
Organisch in KI-Antworten sichtbar werden und zusätzlich die Möglichkeit haben, bezahlte Reichweite in ChatGPT aufzubauen.
Wie gut das funktioniert und für welche Unternehmen sich ChatGPT-Ads wirklich rechnen, werden die nächsten Monate zeigen.
Fazit
Die Art, wie wir online nach Informationen suchen und Entscheidungen treffen, verändert sich – und die Werbung folgt.
Google Ads und Social Ads verschwinden deshalb nicht. Mit ChatGPT kommt aber ein weiterer Kanal hinzu, den wir im Online-Marketing zukünftig berücksichtigen müssen.
Noch ist der Ads Manager in Deutschland nicht für den Self-Service freigeschaltet. Genau deshalb ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich mit dem Thema zu beschäftigen.
Denn wenn der Zugang startet, weißt du schon, worum es geht.